Phasen der Zeitgeschichte

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Wie erreichen wir unsere Zeitgenossen? Paulus war den Juden ein Jude, und den Griechen ein Grieche, ohne das Evangelium zu verwässern. Ein gutes Beispiel dafür sehen wir in Apg 17, wo Paulus zuerst mit den Juden in Tessaloniki und danach mit den Athenern sprach – entsprechend ihrer Kulturen.

Ein Überblick über die Phasen der Zeitgeschichte soll uns helfen, eine erste Idee für postmoderne Ansätze von Gottesdienst und Evangelisation zu erhalten.

Anfang: 4000 – 2500/1500 v. Chr.

Gott spricht durch Individuen – Adam, Henoch, Noah

Erkenntnisgrundlage: Weltbild auf die engere Umgebung fixiert. Erste Zivilisationen, regionale Gottheiten
Macht: Könige und regionale Gottheiten
Kommunikation: mündlich
Autorität: persönliche Offenbarung und Erfahrung
Wahlspruch: ihr werdet sein wie Gott (Gen_3:4)
Übergangszeit: Abraham, Isaak, Jakob, Joseph, Mose, Josua

Antike: 2000 v. Chr. – 300/500 n. Chr.

Gott spricht durch sein Volk

Erkenntnisgrundlage: Weltbild auf die engere Umgebung fixiert. Erste Zivilisationen, regionale Gottheiten
Macht: Könige und regionale Gottheiten
Kommunikation: Tonscherben, Papyrus, Tontafeln
Autorität: Offenbarung durch Orakel, Dichter, Könige, Propheten
Wahlspruch: Was ist der Mensch, dass du an ihn denkst? (Psa_8:5)
Überganszeit: Christus, Gemeinde bis Konstantin, Staatsreligion

Mittelalter: 1 – 1450/1600 n. Chr.

Gott spricht durch seine Kirche – Priester, Stellvertreter

Erkenntnisgrundlage: Jüdisch-Christliches Weltbild, mit starker gr. Verzerrung
Macht: Kirche
Kommunikation: Handschriften
Autorität: Bibel im Sinne der Kirche
Wahlspruch: Ich glaube an eine Ordnung, die ich verstehen kann (Anselm, 1033-1099)
Übergangszeit: Luther, Zwingli, Anababtisten, Gutenberg, Aufklärung

Moderne: 1517 – 1960/2000 n. Chr.

Gott spricht durch seine Kirche – Pastoren, Bibel

Erkenntnisgrundlage: Aufklärung, Vertrauen in Vernunft, die Wahrheit zu entdecken
Macht: menschliche Vernunft, Wissenschaft, Logik
Kommunikation: Buchdruck
Autorität: Vernunft, Wissenschaft, vernünftig interpretierte Bibel
Wahlspruch: Ich denke, also bin ich (Descartes, 1596-1650)
Übergangszeit: Priesterschaft der Heiligen, Wiederherstellung der Ämter, Internet

Postmoderne: 2000+ n. Chr.

Gott spricht durch seine Kirche – alle Heiligen

Erkenntnisgrundlage: Selbstbestimmung, parallele Akzeptanz von widersprüchlichen Ideen
Macht: persönliche Erfahrung
Kommunikation: Internet, Email
Autorität: Jede Autorität wird in Zweifel gezogen. Bibel nur eine religiöse Schrift unter vielen.
Wahlspruch: If it makes you happy, it can’t be that bad (Sheryl Crow)

Wie erreichen wir diese Generation?

Moderne: Menschen waren von der Kirche enttäuscht, darum zeigten wir ihnen eine Kirche, wie sie sie nicht erwarteten. Entfernen der Schwellenangst, besucherfreundliche Gottesdienste.

Postmoderne: Menschen suchen etwas anderes als das, was sie kennen.
· Gott erleben
· Stabilität in Weltbild und Beziehungen
· Dazugehören: Vertrauen und Hingabe (Glauben)

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