Gott möchte in der Dunkelheit leben

Lesedauer 2 Minuten

Damals sprach Salomo: Der Herr hat gesagt, er wolle im Dunkeln wohnen. Ich nun habe ein Haus gebaut, als Wohnung für dich, eine Stätte, dass du ewiglich dort bleiben mögest!

1Kö 8:12-13

Gott möchte in der Dunkelheit leben? Widerspricht dies nicht der Aussage des neuen Testament, dass Gott Licht ist? Ich glaube nicht.

Gehen wir in Gedanken in den Tempel, den Salomo gerade fertig gebaut hat. Gott hatte ihn gerade eingeweiht, indem seine Herrlichkeit so sehr offenbar wurde, dass niemand mehr seinem Dienst nachkommen konnte. Alle waren dazu gezwungen, ruhig zu werden und Gott anzubeten.

Aber wie war der Tempel aufgebaut? Drei Bereiche: Vorhof, Heiligtum und Allerheiligstes.

Im Vorhof finden wir die meisten Menschen. Hier herrscht natürliche Beleuchtung. Die Sonne scheint, und wir sehen mit unseren natürlichen Augen. Natürlich brauchen wir Glauben, um in den Vorhof einzutreten – den Glauben an Gottes Existenz. Um die wunderbare Gnade des Altars zu erleben – ein Sinnbild für die Tat, die Jesus am Kreuz für uns vollbrachte -, brauchen wir den Glauben an den Sohn. Aber unser Leben führen wir hier im Natürlichen, unter der Sonne dieses Raums. Wir sehen mit unseren natürlichen Augen. Die wichtigsten Aufgaben: wie werde ich gerettet?

Im Heiligtum sind weniger Menschen. Berufene zum Dienst. In diesem Raum scheint der Leuchter, ein Sinnbild für den Heiligen Geist und die Gemeinde. Gemeinschaft, aber vor allem Dienst stehen im Zentrum. Brote werden ausgetauscht, Dochte gekürzt, Weihrauch angezündet. Gottes Licht scheint in unseren Raum. Unsere wichtigste Frage hier: was kann ich tun?

Aber im Allerheiligsten, an dem Ort, an dem Gott wohnt, ist es einsam und dunkel. Kein natürliches Licht, weder Sonne noch Lampe. Und nur eine Person, die Zutritt hat. Der Hohepriester. Nach Hebräer ist dies Jesus. Ich glaube, dass auch heute nur eine Person Zutritt hat zum Allerheiligsten: Christus. Er der Kopf, wir der Körper.

Doch zurück zum Aspekt des Lichts: Gott möchte das einzige Licht sein, nicht in Konkurrenz zur Sonne, unserem natürlichen Lichtspender, noch zum Leuchter, dem Sinnbild des Geistes. Er möchte im Dunkeln leben, damit er es allein, als einzige Lichtquelle, als das wahre Licht erleuchten kann. Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht. Wir können sie bekämpfen, indem wir Licht bringen. Am besten das einzig wahre Licht. . Unsere Frage hier: wer bin ich? Antwort: ein Sohn Gottes.

An diesem Ort ist nichts Natürliches mehr, nichts Menschliches, kein Egoismus. Hier ist auch keine Rechtfertigung durch Dienst, nicht einmal mehr Dienst aus guten Motiven. Hier ist Ruhen in Gottes Gegenwart, in einem anderen Raum, im Raum des Glaubens.

Ich habe ein Buch veröffentlicht!

Die ungefilterten Gedanken eines Pastors im Exil: Werkzeuge für eine erfolgreiche Dekonstruktion des Glaubens ohne ihn aufzugeben.

Die ungefilterten Gedanken eines Pastors im Exil geben dem Leser, der Leserin einen Werkzeugkasten, der es ihm oder ihr erlaubt, einen neuen Blick auf die Bibel und die Gemeinde zu werfen.

Der Autor beginnt jedes Kapitel mit einer Geschichte aus seinem eigenen Leben, seiner eigenen Gemeinde, um nach der detaillierten Darstellung des jeweiligen Werkzeugs ein Fazit zu heutigen Gemeinden und möglichen Entwicklungen zu ziehen.

Die Werkzeuge, die in diesem Buch betrachtet werden, umfassen Spiral Dynamics, die Theorie der positiven Desintegration, Gemeinschaftsbildung, der Umgang mit Zweifeln, und verschiedene Persönlichkeitstests und Merkmale.