Wiederaufbau der Stadt – wo beginnt's?

Und so begannen der Hohe Priester Eljaschib und die anderen Priester mit dem Bau des Schafstors. Sie weihten es, setzten seine Torflügel ein und bauten weiter bis zum Turm Mea und bis zum Turm Hananel. Neben ihnen arbeiteten die Männer aus Jericho und daneben baute Sakkur, der Sohn Imres. Neh 3:1-2

Nehemia beginnt, die Mauern der Stadt Jerusalem wieder aufzubauen. In unserem Vers stehen die Namen der Erstgenannten, die in diesen Bau involviert waren. Wenn wir die Liste anschauen, springt uns etwas ins Auge. Im Deutschen sticht es nicht so hervor, weil unsere Lehrer uns beigebracht haben, wir sollen uns nicht so oft wiederholen. Erinnerst Du Dich an Deinen ersten Aufsatz? Ein Haufen Sätze, verbunden durch „und dann“? Im Hebräischen ist das anders. Es ermutigt dazu, Wiederholung als Stilmittel einzusetzen. So sehen wir es hier: alle Männer, die mitgearbeitet haben, werden aufgelistet, verbunden mit wörtlich „zur Hand von“, also „gleich daneben“.

Die Mauern aufzubauen ist eine Beziehungssache, Teamwork. Wir bauen Hand in Hand. Wir bauen zusammen.

Und schau mal, wie es anfing: Eliaship, der Hohe Priester, erhob sich mit seinen Mitpriestern. Eliaship heisst: „Gott wird wieder herstellen“. Jesus selber sagte, dass

Eliah kommen wird, um alle Dinge wieder herzustellen. Mat 17:11

Was sagte er? Gott, mein Herr, kommt und stellt alles wieder her.

Jesus ist unser Hohe Priester und wir seine Mitpriester nach der Ordnung des Melchisedek.

Das erste, dass wieder hergestellt wird, muss das Schafstor sein. Das Schafstor ist die einzige legale Art, in den Schafstall zu gelangen. Es muss ein Tor, einen Eingang geben vom Übernatürlichen ins Natürliche, einen Fluss, der vom Paradies in den Garten fliesst, vom Tempel in die Stadt, vom Thron in die Welt.

Es muss einen Eingang geben, ein Tor, an dem Älteste den Schäfer reinlassen.

Ich versichere euch: Wer sich über die Mauer in den Schafpferch schleicht, statt durchs Tor hineinzugehen, ist ein Dieb und ein Räuber! Denn ein Hirte tritt durch das Tor ein. Der Torhüter öffnet ihm, und die Schafe hören seine Stimme und kommen zu ihm. Er ruft seine Schafe, die ihm gehören, beim Namen und führt sie hinaus. Joh 10:1-3

Wer immer auf einem anderen Weg reinkommt, ist ein Dieb, der kommt, um zu stehlen, töten und zerstören.

Also stellt Gott zuerst das Schafstor wieder her. Das ist das Kreuz. Der Fluss fliesst vom Kreuz, von der Seite Jesu. Blut und Wasser.

Das Schafstor wird geheiligt, zur Seite gestellt für ihn. Es ist der einzige Weg zum Vater. Nur durch Jesus, nur durch das Kreuz werden wir gerettet. Passah ist absolut notwendig und der Anfangs- und Endpunkt von allem. Jesus ist es, das Alpha und Omega. Durch sein Blut sind wir gerettet.

Aber schauen wir es von einem anderen Gesichtspunkt aus an: diejenigen, welche den Wiederaufbau begannen, legten ein Fundament. Sie kamen im Namen eines anderen. Gott wird wieder herstellen – aber eigentlich macht er es durch sie. Er sandte sie, um wieder herzustellen. Apostolos.

Nach dem Tor bauten sie zwei Türme. Einer wird der Turm der Hundert genannt, der andere die Gabe Gottes.

Zwei Türme. Zwillinge. Neben einander. Burg, Schloss, aber auch Kanzel (aus dem Hebräischen). Zwei Zeugen. Einer eine Menge (Hundert), der andere die Gabe Gottes. Jesus, die Gabe Gottes, und wir. Er der Kopf, wir der Körper. Wir die Braut. Die Gemeinde. Von diesen Kanzeln geht die Botschaft aus. In diesen Burgen finden wir Sicherheit, Schutz, Rettung.

Die Nächsten am Bau sind die Leute aus Jericho. Jericho heisst der duftende Ort. Es ist ein Ort der Demonstration der Macht Gottes. Das spricht zu mir über das Prophetische. Dieser Dienst bringt den Duft vom Thronraum in die Erde und demonstriert die Macht Gottes. Warum das Prophetische, fragst Du? Die Kraft liegt im Wort. Jericho wurde nicht durch Heer oder Kraft zerstört. Es wurde in dem Moment zerstört, als das Wort ausging. Zuerst durch den Engel des Herrn. Dann gab Josua seinem Glauben Ausdruck, als er die Israeliten instruierte. Diese wiederum zeigten ihren Glauben durch Gehorsam. Und als sie gehorsam den Schlachtruf ausstiessen, geschah es. Eine machtvolle Demonstration des Prophetischen an der Arbeit. Gott spricht eine Wahrheit aus, der Prophet instruiert die Menschen, diese schreien das Wort heraus, das Wort wird Fakt.

Weiter geht es mit Sakkur, dem Sohn des Imri. Zu Deutsch: Sakkur heisst aufmerksam, Imri reich an Worten, erhebend, bitter, ein Lamm.

Das zeigt für mich den Lehrer. Eine Person, die aufmerksam Worte ausspricht, die das Lamm erheben, ein wahrer Sohn. Es heisst auch wortreich. Ein Lehrer spricht zur Zeit und zur Unzeit. Und bitter. Manchmal ist die Wahrheit süss im Mund, aber liegt bitter im Magen. Was uns ein Lehrer lehrt, bedeutet Arbeit. Die Arbeit der Veränderung.

Jeder Schriftgelehrte, der ein Jünger im Himmelreich geworden ist, ist wie ein Hausherr, der aus seinem reichen Vorrat Neues ebenso hervorholt wie Altes. Mat 13:52

Die ersten, die an der Mauer bauten, die die Wahrheiten für die Gemeinde wieder herstellen, sind Apostel, Propheten und Lehrer.

Gott hat in der Gemeinde allen eine bestimmte Aufgabe zugewiesen. An erster Stelle sind die Apostel zu nennen, an zweiter die Propheten, an dritter die Lehrer. 1. Kor 12:28

So baut Gott seine Gemeinde. So stellt Gott seine Wahrheiten wieder her. Aber da hört es nicht auf: als nächstes kommt das Fischtor als Symbol für Versorgung und Wunderkraft, wie bei der Speisung der 5000. Dann kommen Menschen mit Namen wie Höhen, Flamme Gottes, Dorn, Alliierter, Segen Gottes, von Gott freigesetzt, aber auch der Gerechte, Sohn des Versuchten.

Wundertäter, Heiler, Helfer, weise Menschen – alle Hand in Hand. Anfang und Ende am Schafstor, dem einzigen Weg zum Vater, der wahren Wahrheit. Jesus, unser Hohe Priester.

Gott wird wieder herstellen.

Jetzt ist die Zeit.

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Kategorisiert in Leiterschaft

Von Ralph Rickenbach

Accompanyist | Writer | Son of God — ideation | learner | deliberative | intellection | futuristic — I am a Gallup certified CliftonStrengths coach and a Spiral Dynamics practitioner.